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Trauer: Der lange Weg der Verarbeitung - Teil 1

Geschrieben von Nicole

Heute vor einem Jahr habe ich einen Menschen verloren, der mir sehr nahestand.

Als ich damals den Anruf bekam, traf es mich wie ein Schlag. Ich stand da wie eine Salzsäule und starrte an die Wand. In meinem Ohr dröhnte immer wieder die neue, unangenehme Wahrheit: Er ist tot. Er ist tot. Er ist TOT! Weinen konnte ich nicht. Zunächst. Mein Gehirn akzeptierte es ganz einfach nicht. Ich legte auf, ging in die Küche und kochte mein Essen. Putzte das Haus. Checkte die Mails. Duschte. Dann legte ich mich schlafen. Das hätte ich nicht tun sollen….

Um jemanden trauern ist ein ganz harter Brocken...

Im Bett fing ich an zu zittern. Ich versuchte zu verstehen, was mir hier passierte. Ich wollte kapieren, dass ER nie wieder da sein würde.

Dass ich nie wieder mit ihm sprechen oder einen Kaffee trinken würde. Dass wir nie wieder gemeinsam lachen, uns begrüßen oder Spagetti mit Tomatensoße kochen würden. Dass er nie wieder meinen Namen auf eine bestimmte Art und Weise in einer bestimmten Tonlage sagen würde. Dass das, was wir beide „Alltag“ nannten, einfach komplett fort war und nie, nie, absolut nie wieder kommen würde.

Stattdessen:

Nichts.

Ein großes, leeres, erschreckendes Nichts.

Ein Nichts, in das ich fiel und das mich komplett in seiner Schwärze verschluckte.

Nach einer durchwachten Nacht fuhr ich wie betäubt in die Wohnung meines Freundes. Sie war leer. Erschreckend leer. Im Schlafzimmer lagen noch seine Sneakers, seltsam verdreht und in völliger Hast vom Notarzt beiseite geschmissen.

Diese Schuhe.

In dieser leeren Wohnung.

Das war das Schlimmste.


Trauer: Meine persönliche Intention & Erfahrung

Seitdem versuche ich, damit klarzukommen.

Mich von der Schwärze nicht überwältigen zu lassen.

Doch das

ist schwer.

Trauer ist wie ein Abgrund, in den du springst. Du hast keine Ahnung, was dich auf dem Grund erwartet.

Da gibt es Momente, in denen es ok für mich ist, dass er gestorben ist.

Und es gibt andere, da ist es das nicht.

Dann beschwere ich mich bei einer unsichtbaren Instanz und frage immer wieder nach dem Warum.

Eine Antwort darauf kommt nie.

Dazu sollte ich vielleicht folgendes anmerken: Ich bin gläubig und denke auch, dass es ein „Danach“ gibt. Trotzdem beruhigt mich das nicht. Hier, in dieser Welt bin ich die Verlassene. Die Person, die nie wieder mit der anderen sprechen kann. Genau das macht es so schwer, den Verlust zu akzeptieren. Dieses knallharte, unbarmherzige „nie wieder“.

Trotzdem habe ich gelernt,

dass es Wege gibt,

mit dem Gefühl der Trauer umzugehen.

Man KANN damit leben. Man KANN die Trauer, den Schmerz und den brutalen Verlust als Teil seines Lebens integrieren.

Das wenigstens durfte ich im vergangenen Jahr lernen.

Was MIR geholfen hat, kann vielleicht auch DIR helfen.

Mein Weg ist deinem vielleicht ähnlich.

Deswegen schreibe ich darüber.

Meine Erfahrung:

Trauer ist kein Thema,

das man mit ein paar Zeilen

abhandeln kann.

Trauer beinhaltet mehr.

Trauer ist Verzweiflung, Verlust und Schmerz.

Trauer ist Schock.

Trauer ist Starre.

Doch Trauer ist auch Neuorientierung und Akzeptanz.

Am meisten jedoch ist Trauer Gefühl.

Das wahrscheinlich mehr

als alles andere.

Über all diese Dinge werde ich intensiv auf meinem Blog schreiben. Hier findest du eine Artikelserie, die auf einzelne Aspekte in Bezug auf Trauer intensiver eingeht.

Dein Vorteil: Du kannst dir genau das raussuchen, was du gerade brauchst.

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Denn Trauer ist keineswegs ein gerader Weg. Stattdessen birgt sie Schlaglöcher, verläuft über Berge und Täler. Trauer hat auch viel mit Persönlichkeitsentwicklung, Selbstfindung und Sinnfindung zu tun. Was genau, erkläre ich dir auf meinweg-deinweg und verlinke die Artikel nach und nach auf dieser Seite.

Natürlich bin ich sehr gespannt auf DEINE Erfahrungen und Anregungen!

Hinterlasse also gerne einen Kommentar und hilf damit anderen Menschen in einer ähnlichen Situation.

So, genug gelabert. Jetzt zeige ich dir die Dinge, die mich schon seit längerer Zeit im Hinblick auf Tod und Trauer beschäftigen:

Trauer: Der lange Weg der Verarbeitung Teil 1 (das ist der Teil, den du jetzt gerade liest)

Die Angst vor dem Tod Teil 2

Die 4 Stadien der Trauerbewältigung Teil 3

Wie du mit deiner Trauer umgehen lernst Teil 4

Wie du anderen Trauernden helfen kannst Teil 5

Was der Tod dich lehren kann Teil 6

Nachdem ich mich mit all diesen Themen in meinen Artikeln intensiv auseinandergesetzt habe, möchte ich vorweg ein paar Erkenntnisse mit dir teilen:


Das habe ich über den Zustand der Trauer gelernt

Auch wenn das jetzt hart klingt: Ich denke, dass es ein langer und steiniger Weg ist bis ein Mensch wirklich akzeptieren kann, dass er jemanden verloren hat.

Es tut weh.

Es verletzt.

Es hinterlässt Spuren in der Seele.

Gewaltige.

Doch man kann es überleben.

DU kannst es überleben.

Auch wenn du dir das im Moment wahrscheinlich noch nicht vorstellen kannst.

Kennst du vielleicht nachfolgenden Spruch?

 

„Der einzige Weg aus der Trauer hinaus

ist der durch die Trauer hindurch.“

 

Diesen Spruch halte ich für wahr.

So absolut wahr.

Doch wie setzt man ihn um, wenn man selbst betroffen ist?

Was kannst DU tun, wenn du trauerst und das Gefühl hast, DAS ALLES nicht zu schaffen?

Ich zeige es dir.


Trauer: So bewältigst du sie

Lass mich dir eines sagen: Es gibt verschiedene Wege, Trauer zu leben.

Jeder ist richtig.

Keiner ist falsch.

Jede Verarbeitungsmethode hat ihre Berechtigung.

Das kann sein, dass du z.B. der verstorbenen Person einen Brief schreibst mit allem, was du ihr noch sagen willst, dir Bilder von ihr anschaust oder Orte aufsuchst, die dich an sie erinnern. Manche Menschen finden Kraft im Glauben, andere im Gespräch mit anderen, die die verstorbene Person ebenfalls kannten.

Hast du ein geliebtes Haustier verloren, kannst du selbst eine Erinnerungsstätte anlegen, Bilder von dem Tier ansehen oder schöne Erinnerungen aufschreiben und sie dir damit immer wieder vor Augen führen.

Irgendwann (und da gibt es keine spezielle Zeitvorgabe!) wirst du dahin kommen, den verstorbenen Menschen oder das Tier liebend in Erinnerung zu behalten – und zwar ohne von deiner Trauer überrollt zu werden.

Genau das ist es, wo es am Ende hingehen soll und das ist es, was du erreichen wirst. In deinem eigenen Tempo und auf deine eigene Art.

Was also tust du, wenn du soweit bist?

Du lässt los.

Unbestritten ist das eine höchst bittere, aber auch eine auf ihre Art heilsame Erfahrung.


Trauer bedeutet Loslassen – zu angemessener Zeit

Doch warum solltest du nach all dem Zustand der Trauer und des Schmerzes irgendwann loslassen?

Damit du dich wieder etwas Neuem widmen kannst.

Damit du deinen Focus verändern kannst.

Damit das du das, was du jetzt bereits hast wieder (oder vielleicht noch mehr?) wertschätzen kannst.

Und damit du wieder Ruhe findest.

In deinem Herzen und in deiner Seele.

Schon Albert Schweizer erkannte:

 

„Das schönste Denkmal,

das ein Mensch bekommen kann,

steht nicht auf irgend einem Platz,

sondern im Herzen seiner Mitmenschen.“

 

Also schaffe dem Verstorbenen ein Denkmal.

Behalte ihn in liebevoller Erinnerung.

Schenke ihm einen Platz in deinem Herzen.

Und lebe trotzdem weiter dein Leben.

Wie du zu diesem wünschenswerten Punkt kommst, zeige ich dir Stück für Stück in den nachfolgenden Artikeln.

Begleite mich gerne auf meiner Reise.

Ich freue mich auf dich!

Deine Nicole

P.S. Das war Teil 1 meiner Artikelserie „Trauer – so lernst du damit umzugehen“. Wenn du dich deiner Trauer intensiver widmen willst, folge mir zu Artikel Nr. 2. Das Thema lautet: „Die Angst vor dem Tod“.

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Über den Autor

Nicole

Nicole

Hi, mein Name ist Nicole,
ich bin Sozialpädagogin und Trainerin für Biografisches Arbeiten, was ich als meine persönliche berufliche Erfüllung bezeichne. Daneben gehe ich in die beste Schule überhaupt: Das Leben!

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