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Blog meinweg - deinweg

Wie du seelische Belastungen loswirst - Teil 2

Geschrieben von Nicole

Hast du es schon einmal erlebt, dass ein Streit mit einem anderen Menschen an dir nagt?

Dass er dir immer wieder durch den Kopf spukt? Du alles wieder und wieder für dich durchkaust und  einfach keine Lösung für Euer Problem findest? So manches Mal hilft eine direkte Klärung der Situation. Folge mir, und du erfährst, wie das gehen soll...

Seelische Belastungen können durch ein offenes Gespräch gelöst werden

„Ja, klar“, sagst du jetzt vielleicht.

„Wenn DAS doch nicht so schwierig wäre…!“

Es ist tatsächlich nicht gerade leicht, da gebe ich dir Recht.

Trotzdem lohnt es sich, über seinen Schatten zu springen und auf den anderen zuzugehen.

Dann ist es vielleicht sogar wie bei dem Paar auf dem Bild: Einer erklärt, der andere hört aufgeschlossen (und ohne sich angegriffen zu fühlen!) zu.

Wozu das gut sein soll?

Damit deine Seele wieder FRIEDEN findet.

Damit du LOSlassen kannst.

Und im besten Fall der andere auch.


Ein Streit als seelische Belastung

Wir Menschen streiten alle. Regelmäßig und mit großer Ausdauer.

Dabei ist es nicht so, dass uns allen das so wahnsinnig Spaß macht.

Sogar im Gegenteil: Der Normalmensch (mit Ausnahme einiger extrovertierter Artgenossen, die sich gar nicht soo ungerne an anderen und deren Meinungen reiben!) möchte die direkte Konfrontation bestmöglich vermeiden. Oder wie lange ist es schon wieder her, dass du dich ersthaft mit jemandem gestritten hast?

Ein Jahr? Zwei Jahre? Ein paar Monate?

GESTERN?!

Falls ja: Was war der Grund?

Die offene Zahnpastatube?

Dein ehrlicher Kommentar zum neuen Haarschnitt deiner Freundin?

Die Tussi im Büro, die dir immer die schlechtesten Schichten gibt?

Alle diese Begebenheiten können ein ganz bestimmtes Gefühl in dir hervorrufen:

Wut.

Folgende Gründe haben dich wahrscheinlich zu diesem "Wut-Gefühl" gebracht:

  • Der andere hat so überhaupt nicht verstanden, was du ihm sagen wolltest (oder noch besser: Er hat dir sogar ständig das Wort im Mund herumgedreht?!)
  • Du hattest Recht und dein Gegenüber kapierte es einfach nicht!
  • Du fühltest dich ungerecht behandelt. Und das schon seit längerem.

Doch stimmt das eigentlich?

Und:

Ist es wirklich so wichtig,

immer im Recht zu sein

und seinen Willen durchzusetzen?

Überlege dir - unabhängig von dieser Frage - lieber mal folgendes:

Was MACHT es mit dir, wenn du mit jemandem gestritten hast?

Wie FÜHLST du dich dann?

ICH persönlich fühle mich dann gar nicht gut...

Ständig grüble ich über das Gesagte nach.

Über die Situation.

Darüber, wer Schuld ist.

Darüber, wer es NICHT ist.

Meistens fühle ich mich dann im Recht und versuche den anderen zu überzeugen.

Doch das ist eine Einbahnstraße, denn der andere empfindet ja genauso!

Weshalb wir ziemlich schlecht zu einer Lösung kommen.

Falls nicht einer irgendwann nachgibt... ;)

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Ich habe mal einen Spruch gelesen, der so oder so ähnlich lautet:

Zum Streiten braucht es zwei.

Zum Frieden nur einen.

Da steckt viel Wahres drin. Natürlich kann jeder auf seiner Position beharren. Aber kommt man dadurch weiter?

Oder vergiftet man sich nicht stattdessen selbst?

Wenn du dir in diesem Punkt unsicher bist, überlege:

Wem nützt es etwas?

Und: Ist es das wert?

Wenn du dir diese Fragen ernsthaft stellst, wird es dir weniger schwer fallen, über deinen Schatten zu springen und auf den anderen zuzugehen.

Weil du irgendwann feststellst,

dass Eure Beziehung (hoffentlich!)

mehr wert ist

als blöde Rechthaberei.

Das heißt nicht, dass du jetzt blind immer nachgeben und zu allem Ja sagen sollst.

ABER es heißt schon, dass du zu einem konstruktiven Gespräch bereit sein (und dem anderen auch zuhören!) solltest…

Dazu möchte ich dir gerne ein persönliches Beispiel erzählen.

Es geht um eine Auseinandersetzung in einer Freundschaft.


Wenn ein Streit die Freundschaft belastet

Schon seit vielen Jahren bin ich mit meiner Freundin befreundet. Wir haben schon viel miteinander geteilt, absolvierten die gleiche Ausbildung und stehen seitdem in regem Kontakt zueinander.

Das war aber nicht immer so.

Zwischendurch hatten wir einen längeren break.

Und zwar einen, der durch mich verschuldet war...

Wenn du meinem Blog schon länger folgst, wirst du wissen, dass ich vor einigen Jahren eine persönliche Krise erlebte.

Eine Krise in Form einer Krankheit.

Durch diese Krankheit änderte sich mein Leben einschneidend.

Zu dieser Zeit konnte ich mich zu nichts mehr aufraffen.

Auch nicht zu Telefonaten oder persönlichen Treffen.

Also brach ich den Kontakt zu meiner Freundin von heute auf morgen ab.

Das war nicht in Ordnung von mir, aber damals konnte ich nicht anders.

Ich fühlte mich nicht in der Lage, irgendjemandem zu erklären, wie es mir geht.

Ich brauchte die Zeit,

um mit mir selbst zu sein.

Auch meine Freundin merkte, dass etwas nicht stimmte. Natürlich kontaktierte sie mich mehrmals.

Doch ich ging nie ans Telefon.

Lediglich per SMS schrieb ich ihr. Und gab ihr die Information, dass ich längere Zeit meine Ruhe bräuchte.

Meine Freundin schrieb zurück, dass sie für mich da sei.

Ich dankte ihr.

Anrufen jedoch konnte ich nicht.

Dieses Spielchen ging über einige Monate.

Bis sie sich irgendwann nicht mehr meldete

und meinen Willen akzeptierte.

Damals war ich ihr dankbar, denn ich hatte wirklich viel mit mir selbst zu tun.

Trotzdem hatte ich ein ziemlich schlechtes Gewissen.

Das hätte das Ende unserer Freundschaft sein können.

Gottseidank war es das nicht…

Mittlerweile war ich wieder gesund und hatte mein Leben ins Positive verändert.

Jetzt fühlte ich mich auch in der Lage, über das Geschehene zu sprechen.

Meine Freundin anzurufen, fiel mir jedoch schwer.

Tausend Befürchtungen,

Scham- und Angstgefühle hinderten mich.

Ich fragte mich, wie sie wohl reagieren würde.

Ich hatte Angst vor Vorwürfen, die allesamt natürlich berechtigt gewesen wären.

Weiterhin hatte ich Angst, dass sie sagt: „Das war´s jetzt mit unserer Freundschaft.“

Lange überlegte ich, was ich tun sollte.

Ich fragte mich, ob es mir die Freundschaft wert war, über meinen Schatten zu springen und den ersten Schritt zu machen.

Am Ende und nach langem Zögern kam ich zu folgendem Ergebnis:

Ja, sie war es.

Also schrieb ich ihr und fragte, ob sie mich (nach einem halben Jahr Funkstille!) treffen wolle.

Sie reagierte sofort und am nächsten Tag trafen wir uns in einem Café.

Es war seltsam, sich nach so langer Zeit wiederzusehen.

Wir beide waren unsicher.

Doch noch ein paar zögernden Worten

sprachen wir offen und ehrlich über das Geschehene.

Ich erklärte ihr, was in mir vorgegangen war.

Wie ich mich gefühlt hatte.

Dass ich damals keinen Kontakt halten konnte.

Und ich entschuldigte mich für mein Verhalten.

Sie hörte mir zu, ohne mich zu unterbrechen.

Dann erzählte sie mir, wie es ihr ergangen war.

Wie sie sich gefühlt hatte.

Dass sie enttäuscht gewesen war, aber mein Verhalten schließlich akzeptiert hatte.

Unser Gespräch dauerte drei Stunden, in denen alles gesagt wurde.

Am Ende versöhnten wir uns und ließen den Riss,

der in unserer Freundschaft entstanden war,

HEILEN.

Heute ist das Ganze schon einige Jahre her und wir sind immer noch miteinander befreundet. Natürlich ist das Geschehene immer noch Teil unserer Beziehung.

Aber es gehört auch zu uns, zu unserer Geschichte.

Das ist ok so.

Für uns BEIDE.

Hätte ich mich damals nicht überwunden, auf sie zuzugehen, wäre die Freundschaft vorbei gewesen.

Hätte sie sich nicht bereit erklärt, mich anzuhören, wäre es ebenso gewesen.

Wir beide hatten also ein gemeinsames Ziel:

Die Erhaltung unserer Freundschaft

und sich im Frieden wieder anzunähern.

Hätten wir uns gegenseitig mit Vorwürfen überschüttet, wären wir heute sicher nicht mehr befreundet.

Es hat sich also gelohnt, dass ich über meinen Schatten gesprungen bin und sie - trotz Kränkung - offen für ein aufrichtiges Gespräch war.

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Was du tun kannst, um Streitereien zu lösen

Es ist mal wieder soweit: Du hast bis aufs Messer mit einer anderen Person gestritten, bist stinksauer und könntest vor Wut an die Decke gehen.

Das ist ok und völlig natürlich, weil deine Emotionen dich in diesem Moment beherrschen.

Denk daran, was ich oben gesagt habe:

Es ist deine WUT,

die dich beherrscht!

Trotzdem empfehle ich dir als ALLERERSTES folgendes:


1. Finde dein seelisches Gleichgewicht wieder

D.h. übernimm Verantwortung für dich (bzw. dein Gefühlsleben) und streite nicht einfach weiter!

Stattdessen

VERLASSE die Situation.

Geh aufs Klo, um den Häuserblock, setz dich in dein Auto, was auch immer.

Bring Abstand zwischen den anderen und dir.

Verschaffe dir Zeit.

Mach irgendetwas,

was dich wieder RUNTER bringt!

Denn mit einer großen Portion Wut lassen sich Konflikte nur schwer lösen.

Nachdem du dann Abstand geschaffen hast:

Atme tief durch und

BERUHIGE dich.

Wenn es dir wieder etwas besser geht, komme zum nächsten Schritt:


2. Stelle dir innerlich zwei wichtige Fragen

Pierre Franckh („21 Wege, die Liebe zu finden, 2006, S. 127“) empfiehlt, nach einer Auseinandersetzung über diese zwei Fragen nachzudenken:

 

Wem ist damit gedient?

Und welchen Sinn hat es, an diesem Verhalten festzuhalten?

 

Hierbei geht es um ein konkretes Verhalten, das dich an dem anderen stört. Am Beispiel von meiner Freundin und mir wäre das mein Kontaktabbruch. Aufgrund dessen hätte sie mein Gesprächsangebot auf jeden Fall ablehnen können.

Die Folge wäre gewesen, dass wir uns voneinander entfernt hätten.

Doch wem wäre damit gedient gewesen?

Ihr nicht, weil sie mich ja als Freundin wiederhaben wollte.

Und mir auch nicht, weil ich nie die Gelegenheit gehabt hätte, mich bei ihr zu entschuldigen und mir die Freundschaft ebenfalls viel bedeutete.

Kommen wir zu Frage 2:

Welchen Sinn hat es,

an diesem Verhalten festzuhalten?

An dem break zwischen uns festzuhalten hätte keinem von uns gedient.

Nur unsere Egos hätten sich gefreut.

Meines, weil ich dann meinen Fehler niemals hätte eingestehen müssen.

Ihres, weil sie sich hätte beleidigt zurückziehen und auf ihren Schmerz beharren können.

Deswegen merke dir:

Wenn nur das eigene Ego profitiert

und nicht die Beziehung zum anderen,

ist das immer

der FALSCHE Weg!

Oder willst du in Zukunft mit deinem EGO im Café sitzen, mit ihm ausgehen oder mit ihm die anfallenden Arbeitsaufgaben im Job erledigen?


Fazit

Seelische Belastungen durch einen Streit kannst du effektiv loswerden, indem du dich (am besten so früh wie möglich!) der Situation stellst.

Die meisten Menschen vermeiden dies, indem sie alles in sich hineinfressen, bis es irgendwann nicht mehr geht und sie schließlich platzen.

Ein Wutausbruch in diesem Ausmaß zieht immer seelische Verletzungen und Zurückweisungen auf beiden Seiten nach sich und kann die Beziehung zueinander zerstören.

Wenn du also in einer Streitsituatition bist, versuche zunächst immer, deine innere Ruhe wiederzufinden.

Danach überlege dir, wem das Beharren auf dem eigenen Standpunkt eigentlich dient.

Stelle dir dafür diese Fragen:

 

Wem ist damit gedient?

Und welchen Sinn hat es, an diesem Verhalten festzuhalten?

 

Wenn es nur dein Ego ist, dem das Ganze dient, mag das vielleicht dazu führen, dass du vom anderen Recht bekommst.

Auf Dauer jedoch wird es Eure Beziehung zerstören...

Pierre Franckh meint hierzu:

 

„Wenn es nur einen Gewinner gibt, gibt es bald zwei Verlierer.“

 

Also WAGE den ersten Schritt und gehe nach einem Streit in konstruktiver Weise auf den anderen zu, wenn er dir wichtig ist!

Du wirst sehen:

Wenn du DAS schaffst,

bist du ein neuer, gereinigter Mensch,

der sich aktiv und mutig

von seinen seelischen Belastungen

BEFREIT !

In diesem Sinne wünsche ich dir eine Streitkultur, die deine Seele in Zukunft nicht mehr so belastet.

Hinterlasse gerne einen Kommentar und berichte von deinen eigenen Erfahrungen!

Alles Liebe, Nicole

Bild: Fotolia #91805559 © Voyagerix

P.S. Seelische Belastungen können auch noch durch andere Dinge entstehen. Wie du dich von deiner Schuld löst, wenn du jemanden geschädigt hast, erfährst du hier.

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Über den Autor

Nicole

Nicole

Hi, mein Name ist Nicole,
ich bin Sozialpädagogin und Trainerin für Biografisches Arbeiten, was ich als meine persönliche berufliche Erfüllung bezeichne. Daneben gehe ich in die beste Schule überhaupt: Das Leben!

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