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Blog meinweg - deinweg

Hochsensibilität – was ist das? Artikelreihe Teil 1

Geschrieben von Nicole

Genau DIESE Frage habe ich mir bis vor kurzem auch immer wieder mal gestellt. Schlimmer noch: Ich dachte mir: „Hochsensibel – jaa klaaar! Ist jemand eben besonders zart besaitet und empfindlich.“ Das war nicht böse gemeint, es war die Aussage einer (nun ja, wie sagt man..?) UNwissenden. Doch genau diese UNwissende ist jetzt wissend und hat das Gefühl, dass es da draußen trotzdem noch sehr viele andere Unwissende gibt. Wenn du nicht zu diesem Kreis gehören willst, dann lies weiter und erfahre jetzt meine ganz persönliche Geschichte zum Thema Hochsensibilität und was es damit auf sich hat...

Hochsensibel wie eine Pusteblume b

Eine Aussage, die ich noch bis vor kurzem bedingungslos unterschreiben konnte, war diese:

„ICH BIN HOCHSENSIBEL

habe aber keinen blassen Schimmer davon!“

39 Jahre bin ich nun schon auf dieser Welt und hatte wirklich keine Ahnung, dass ich einen Wesenszug habe, der mich Dinge & Begebenheiten intensiver als andere Menschen wahrnehmen lässt (= Hochsensibilität). Das ist weder gut noch schlecht, nur wissen sollte man es schon.

Warum, fragst du?

Damit man sich selbst besser einschätzen kann. Damit man weiß, was gut für einen ist und was nicht.

Damit man sich nicht als weltfremder, träumender Spinner wahrnimmt sondern als einer unter vielen – nur eben mit einem etwas empfindsameren Grundcharakter.

Und damit man sein Leben und seinen Beruf nach diesem Wesenszug ausrichten kann (ohne sich selbst ständig auszubremsen, so wie ich es in der Vergangenheit mit großem Erfolg getan habe!).

Doch langsam.

Da du ja noch gar nicht genau weißt, was Hochsensibilität bedeutet, will ich dir gerne eine kleine Einführung in die Begrifflichkeiten geben:


Hochsensibilität – eine Definition

Gibt man den Begriff bei Google ein, springt einem sofort die Definition von Wikipedia ins Auge.

Sie lautet:

 

„Hochsensibilität (…) ist ein Phänomen, bei dem Betroffene stärker als der Durchschnitt auf Reize reagieren,

diese viel eingehender wahrnehmen

und verarbeiten.“

 

Was genau bedeutet das?

Es heißt, dass hochsensible Menschen oft schmerzempfindlicher sind, intensiver wahrnehmen und emotional verletzlicher sind als andere Menschen.

Dies liegt an ihrem deutlich empfindsameren Nervensystem, das nicht so gut mit einem Zuviel an äußeren oder inneren Reizen klarkommt.

Trotzdem (und das ist jetzt wichtig!) ist Hochsensibilität KEINE Krankheit, sondern schlicht und ergreifend ein Wesenszug – mit allen Vor- und Nachteilen wie bei jedem anderen Wesenszug auch.

Hochsensibel sind laut Silvia Harke (Autorin von „Hochsensibel ist mehr als zartbesaitet“, 2016, S. 17)

 

„ca. 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung. (…)

Etwa 70 Prozent der Hochsensiblen sind introvertiert veranlagt, eher schüchtern und gehemmt.

Sie neigen zu Perfektionismus und Gründlichkeit bei der Erledigung von Aufgaben.“

 

Als ich im Buch der Autorin einen Test gemacht habe, um herauszufinden, ob ich selbst hochsensibel bin, konnte ich dies ohne Nachzudenken für mich bejahen:

Ich…

  • fühle mich unter vielen Menschen (z.B. auf Volksfesten, Konzerten usw.) nicht wohl, weil zu viele Reize auf mich einstürmen.
  • mag keine lauten Geräusche
  • ziehe mich gerne zurück und bin mit mir alleine
  • träume sehr intensiv
  • bin schnell blockiert, wenn zu viel auf einmal auf mich einstürmt
  • fühle mich intensiv mit der Natur und den Menschen verbunden (d.h. ich könnte stundenlang in einen Wasserfall wie diesen schauen:)

Hochsensible Menschen lieben oft die Natur b

Hmm, schöööönn!!! ;)

Doch ich muss weitermachen mit meiner Aufzählung:

Ich

  • bin nah am Wasser gebaut
  • denke viel über das Leben und den Sinn desselben nach (weshalb wahrscheinlich letztlich auch diese Homepage, mein Buch und die verschiedenen Selbstcoachingkurse entstanden sind!)
  • grüble viel und mache mir Entscheidungen schwer
  • liebe Tiere und leide mit, wenn es ihnen nicht gutgeht
  • arbeite perfektionistisch, zuverlässig und genau
  • kann nicht Nein sagen
  • denke eher an die anderen als an mich
  • bin kreativ
  • helfe anderen Menschen
  • brauche viel Freiheit
  • empfinde Werte als wichtig für mein Leben
  • bin konfliktscheu und brauche Harmonie usw.

Puh, ganz schön viele „Ich bin´s“ oder?

Wenn du dich jetzt nach dem Lesen dieser Zeilen fragst, ob du ebenfalls hochsensibel bist, kannst du das auf der Website des Vereins „Zartbesaitet – Gesellschaft zur Förderung und Pflege der Belange hochempfindlicher Menschen“ bei diesem Test herausfinden.

Die Aufzählung von gerade eben kann man auch etwas gröber zusammenfassen.

Silvia Harke tut es in ihrem Buch über Hochsensibilität (und bezieht sich dabei auf die amerikanische Psychologin Elaine Aron).

Auf S. 23 beschreibt Frau Harke

 

„(...) die vier Hauptmerkmale von Hochsensiblen:

Gründliche Informationsverarbeitung

Übererregung

Emotionale Intensität

Sensorische Empfindlichkeit“

 

d.h. hochsensible Menschen beschäftigen sich vermehrt mit Fragen des Lebens, geraten schneller in Stress, sind emotionaler und nehmen Reize viel intensiver als andere wahr.

Solltest du dir darunter nichts vorstellen können, schau dir gerne diesen Film auf YouTube an.

Er beschreibt kurz & knapp nochmal die Merkmale einer hochsensiblen Persönlichkeit:

Na, findest du dich darin vielleicht wieder oder jemanden, den du kennst?

Falls ja, weißt du ja sicher, dass der Umgang mit hochsensiblen Menschen ein ganz besonderer ist.

So kann man sagen, dass Hochsensibilität – wie alles im Leben – seine ganz eigenen guten und schlechten Seiten hat:


Hochsensibilität – Schwächen & Stärken

Es ist praktisch unmöglich, hier eine pauschale Aussage zu treffen, zumal nicht jeder hochsensible Mensch gleich tickt. Wie bei allen Menschen sind auch bei Hochsensiblen bestimmte Eigenschaften unterschiedlich ausgeprägt. Was für den einen zutrifft, berührt den anderen überhaupt nicht und umgekehrt.

Nichtsdestotrotz hier ein paar unter Hochsensiblen häufig vertretene Eigenschaften:

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Hochsensibilität - die Schwächen

Ulrike Hensel, Autorin von „Mit viel Feingefühl – Hochsensibilität verstehen und wertschätzen“ (2013, S. 55) beschreibt in ihrem Buch „Belastungen und Begrenzungen“ bzw. „Befähigungen und Begabungen“: 

 

Belastungen und Begrenzungen

Hochsensible…

  • sind in ihrem Wohlbefinden und Leistungsvermögen sehr abhängig von den Umgebungsbedingungen;
  • sind ausgesprochen lärm – und geräuschempfindlich und sie können schlecht Hektik um sich herum aushalten;
  • sind emotional verletzlich;
  • finden es oft schwierig, sich abzugrenzen (…)

 

Diese Belastungen kann ich - als davon selbst betroffene Hochsensible - absolut bestätigen. Wenn ich in einem Betrieb arbeite, in dem das Betriebsklima schlecht ist, halte ich es nicht lange aus und werfe das Handtuch. Dagegen kenne ich Menschen, die trotzdem jeden Tag hingehen und dem Mobbing mutig den Kampf ansagen. Das bewundere ich sehr - mein Ding ist das jedoch nicht, ich würde emotional vor die Hunde gehen.

Weiterhin hasse ich es, in einem Großraumbüro mit tausend Telefonen um mich herum zu arbeiten (mein beruflicher Ausflug in ein Callcenter vor einigen Jahren scheiterte daran kläglich).

Ein Streit sorgt für hammerartige Kopfschmerzen und ein Nein zu anderen und deren Bitten beschert mir regelmäßig schlaflose Nächte.

Schwierig in der heutigen Zeit“, sagst du?

„JA. Das IST es!“, antworte ich dir.

Es macht das Leben wahrlich

nicht unbedingt leichter,

diesen Begrenzungen ausgesetzt zu sein.

Auch wenn ich es vielleicht möchte - so einfach ändern kann ich mein Wesen ja auch nicht.

Lieber versuche ich, mit diesen Einschränkungen zu leben und sie bestmöglich zu akzeptieren.

Doch keine Sorge.

Nicht alles ist nur schwierig bei der Hochsensibilität.

Es gibt auch superschöne Seiten! :)


Hochsensibilität - die Stärken

Sehr viele Hochsensible sind mit ganz besonderen und wunderbaren Gaben beschenkt.

Ulrike Hensel beschreibt sie auf S. 55 - 56 ihres Buches ebenfalls:

 

Hochsensible…

  • sind verantwortungsbewusst und pflichtbewusst – und überfordern sich leicht, vernachlässigen unter Umständen die eigenen Bedürfnisse;
  • sind zuverlässig und pünktlich – und legen dieselben Maßstäbe an andere an;
  • sind besonnen, umsichtig, vorsichtig – und manches Mal zögerlich und unentschlossen;
  • sind vielseitig interessiert, wissbegierig und lernfreudig – und es fällt ihnen bisweilen schwer, sich auf wenige Interessen zu fokussieren (…)

Auch das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Wie oft ich mich trotz Krankheit in die Arbeit geschleppt habe, kann ich gar nicht mehr zählen.

Bei Treffen komme ich meistens zehn Minuten früher.

In Freundschaften schaue ich immer, dass es den Menschen um mich herum gut geht und noch bis vor einigen Jahren hatte ich einen anspruchsvollen Vollzeitjob, schrieb ein Buch, studierte nebenbei und nahm gleichzeitig noch an einer 1-jährigen Wochenendausbildung teil (und JA, das KANN unter Umständen doch ein KLEIN wenig STRESSIG werden!).

Das ging solange gut, bis ich merkte, es wird mir zuviel und dann war eine längere Vollbremsung angesagt.

Auch andere hochsensible Menschen haben ähnliche Erlebnisse.

Einer davon ist Karl Relig. Im vielsagenden Zeit-online-Artikel "Wie eine Schnecke ohne Haus" beschreibt er eindringlich wie es ihm mit seiner Hochsensibilität ergeht.


Hochsensibilität – Tipps für das Leben damit

Wenn du mich fragst:

Ich bin FROH,

hochsensibel zu sein

(meistens jedenfalls ;).

Deswegen bin ich nichts Besonderes, aber ich empfinde es schon als schöne Gabe, das Leben und seine vielfältigen Eindrücke einfach sehr intensiv wahrzunehmen. 

Ein gutes Beispiel, was ich damit meine, ist ein Telefonat mit meiner Freundin.

Wir sprachen darüber, was es für mich bedeutet, alleine im Wald spazieren zu gehen (ich praktiziere das seit einigen Jahren jeden Morgen täglich).

Meine Freundin fragte, ob ich mich denn alleine im Wald nicht fürchten würde.

Meine intuitive Antwort:

„Weißt du, ich habe keine Angst im Wald,

ich BIN der Wald!“

Ja, ich weiß, das klingt jetzt ziemlich abgehoben. Aber tut mir leid, ich kann nicht anders...!

Es drückt nun mal genau aus

wie ich mich FÜHLE,

wenn ich da draußen bin.

Jeder Baum, jedes Tier, sogar der Tau auf den Wiesen oder dem Wind in den Wipfeln vermittelt mir das Gefühl von Einssein (und JA, manchmal UMARME ich sogar Bäume und SPRECHE mit ihnen!).

Vom Intensitätsgrad ist ein Waldspaziergang also für mich in etwa vergleichbar mit einem Bungee-Sprung - nur ein klein wenig ungefährlicher ;)

Mit diesem Empfinden lebe ich nun schon seit vielen Jahren und das tut mir gut.

Weiterhin nehme ich mir meine Auszeiten, wenn ich sie brauche, bin gerne mit mir alleine, arbeite im Garten, schreibe Bücher und pflege liebevolle und authentische Beziehungen mit meinem Umfeld.

Kritisch wird es nur, wenn ich zu vielen Reizen ausgesetzt bin oder mich überfordert fühle – dann ergreife ich reflexartig die Flucht.

Wirklich erst vor kurzem und durch Zufall habe ich erfahren, dass das Ganze sogar einen Namen hat: Hochsensibilität.

Sei ´s drum. Dann ist es also amtlich.

Doch nicht jeder hochsensible Mensch findet einen Lebensstil, der ihm entspricht.

Viele irren ziemlich lange ziemlich planlos umher und fragen sich, was mit ihnen nicht stimmt und warum nur sie ihren Weg nicht finden können?!

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen:

Es macht dich KIRRE!

DU machst DICH KIRRE!

Weil du irgendwann einfach nur noch willst,

dass es AUFHÖRT und du ganz normal leben kannst

wie alle anderen Menschen auf dieser Welt.

Du willst dazugehören.

Mehr nicht.

Also suchst du deinen Weg. Und suchst. Und suchst. In der Hoffnung, ihn ENDLICH zu finden.

Da ich ihn mit meinweg-deinweg tatsächlich (nach vielen, vielen mühsamen Jahren und Irrwegen!) gefunden habe und mittlerweile weiß, wie ich leben muss, damit es mir mit meiner Hochsensibilität gutgeht, gebe ich dir gerne ein paar Tipps hierzu.

Denn sicher fragst auch du dich jetzt:

"WIE sollte ein Mensch leben,

der eher zart besaitet ist?"

Der Autor Samuel Pfeifer gibt im Buch „Der sensible Mensch – Leben zwischen Begabung und Verletzlichkeit“ (2002) vielversprechende Antworten:


1. Schaffe einen gesunden Ausgleich zwischen Rückzug und Überaktivität

d.h. kläre für dich, ob du eher ein ruhiger, zurückgezogener Grundcharakter bist oder ein überaktiver (bei Hochsensiblen ist beides möglich!).

Und dann gleiche diese beiden Pole immer wieder aus.

2. Achte darauf, was dein Körper dir sagt

d.h. wenn du oft krank und verspannt bist, Kopfschmerzen oder Verdauungsprobleme hast, stimmt etwas nicht (und das gilt nicht nur für Hochsensible!)

Dein Körper will dir sagen, dass dir eine Situation nicht guttut – noch bevor dein Verstand es realisiert.

Dies liegt darin begründet, dass bei Hochsensiblen die Körperwahrnehmung oft besonders ausgeprägt ist.

3. Wisse um deine Grenzen

d.h. sei dir im Klaren darüber, was du leisten kannst und was nicht.

Du musst nicht so viel leisten wie die anderen, wenn es dir zu viel wird.

Mach dir bewusst, dass du ein Mensch bist,

der MEHR Ruhe und Entspannung braucht als ein anderer,

um gut zu „funktionieren.“

Deswegen bist du aber noch lange nicht weniger liebenswert oder ein Versager!

4. Fühle dich nicht von allen persönlich angegriffen

d.h. Manchmal sind andere Menschen einfach genervt, weil ihnen eine Laus über die Leber gelaufen ist.

Das muss gar nichts mit dir zu tun haben.

Versuche zu akzeptieren, dass nicht jedes ruppige Wort ein grundsätzliches Beziehungsgespräch zur Folge haben muss (da Hochsensible viel Wert auf Harmonie legen, versuchen sie sofort, jegliche Missstimmung aus der Welt zu schaffen – das kann für ihr Umfeld manchmal ganz schön anstrengend sein).

5. Gönne dir Auszeiten

d.h. nimm dir regelmäßig Zeit, um zu entspannen und zu genießen!

6. Trage Verantwortung nur in für dich in gesundem Maße

d.h. mache die Probleme der anderen nicht immer zu deinen! Hochsensible geraten häufig selbst in Stress, wenn sie versuchen, anderen Menschen zu helfen. Da sie schlecht Grenzen zwischen den eigenen und den Bedürfnissen der anderen ziehen können, kann das in einer emotional belastenden Schieflage enden.

Doch niemand kann anderen helfen, der am Ende selbst Hilfe braucht!

7. Teile dich deinem Umfeld mit

d.h. sprich mit nahestehenden Menschen über deine Bedürfnisse. Wenn diese wissen, was du brauchst, können sie besser auf dich eingehen. Umgekehrt heißt das aber nicht, dass es jetzt nur noch darum geht, was du möchtest.

Der goldene Mittelweg kann ein Kompromiss sein – diesen gilt es von allen Beteiligten von Mal zu Mal erneut auszuloten.

8. Setze dich mit deinen Schwächen auseinander

d.h. manchmal reagierst du vielleicht in bestimmten Situationen ungewohnt impulsiv.

Das kann andere Menschen verletzen und dazu führen, dass es dir nicht gutgeht.

Wenn du aber weißt,

wo deine „wunden Punkte“ sind,

kannst du besser damit umgehen.

Frage dich:

  • „Wo habe ich mir zu viel zugemutet?“
  • „Muss ich mit jedem Menschen gut auskommen oder kann ich es akzeptieren, dass mich auch mal jemand nicht mag?“
  • „Sind immer nur die anderen schuld oder habe auch ich meinen Anteil?“

Auch meine Blogkollegin Laura Malina Seiler hat auf YouTube einen Podcast veröffentlicht, wie du als hochsensibler Mensch deine Energie gut für dich bewahren kannst.

Du findest ihn hier.


Hochsensibilität – mein Fazit

Zusammenfassend ist zu sagen, dass du – wenn du hochsensibel bist – im Normalfall eine sehr feine Wahrnehmung für dich und deine Umwelt besitzt.

Das ist grundsätzlich eine gute Sache, jedoch kann es dich – wenn zu viel auf dich einstürmt - auch überfordern.

Aus diesem Grund tust du gut daran, herauszufinden, welche Art von Hochsensible/r du bist und was du für Rahmenbedingungen brauchst, damit alles ok ist mit dir.

Wie von der – im Übrigen selbst hochsensiblen - Autorin Silvia Harke („Hochsensibel ist mehr als zartbesaitet“, 2016, S. 23) bereits beschrieben, gibt es

 

„(…) vier Hauptmerkmale von Hochsensiblen:

Gründliche Informationsverarbeitung

Übererregung

Emotionale Intensität

Sensorische Empfindlichkeit“

 

Wenn du nicht hochsensibel bist aber mit einem hochsensiblen Menschen zu tun hast, sprecht am besten offen über eure jeweiligen Bedürfnisse und Eindrücke.

So kann einer dem anderen seine Erlebniswelt darstellen, ohne ihn zu verurteilen.

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Wie hochsensible und nichthochsensible Menschen gut miteinander umgehen können, schreibt auch die Autorin Nicole Alps in ihrem „Zeit zu leben“-Blogartikel „Mit Hochsensibilität besser leben - 6 Tipps für den Umgang miteinander“.

Was grundsätzlich IMMER wichtig ist:

Hochsensible brauchen KEINE Sonderbehandlung,

sie wollen lediglich ANGENOMMEN werden,

so wie sie sind (wie im übrigen wahrscheinlich jeder Mensch..!).

So, nun sind wir fast am Ende dieses Artikels.

Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig aufklären und du hast zumindest einen ersten Eindruck bekommen, was es mit der Hochsensibilität auf sich hat.

Gerne fasse ich für dich noch einmal die Tipps zu einem guten Leben mit Hochsensibilität zusammen:

  • Achte auf einen gesunden Ausgleich zwischen (Über-)Aktivität und Passivität
  • Höre auf die Alarmsignale deines Körpers
  • Erkenne deine persönlichen Grenzen
  • Nimm nicht alles persönlich
  • Nimm dir regelmäßige Pausen
  • Bürde dir nicht zu viel Verantwortung auf
  • Sprich mit anderen offen über deine Bedürfnisse
  • Sei dir deiner Schwächen bewusst

Ich für mich weiß nun ganz genau, was ich kann und was nicht und welche Rahmenbedingungen zu mir passen.

Mit dem Wissen um Hochsensibilität hat sich nun meine Perspektive ins Positive verändert d.h. ich mache das Beste aus meinen Stärken und lebe immer mehr so, wie es meinem Wesen entspricht.

Und zwar, OHNE mich länger selbst zu verurteilen.

Fühlt sich besser an,

kann ich dir sagen.

Ich glaube, das große Ziel für jeden Menschen – egal, ob hochsensibel oder nicht – ist es, so gut es geht, authentisch zu sein.

Natürlich ist das nicht immer einfach, doch es ist der einzige Weg zu einem Leben, in dem man seine Werte lebt und dabei aufrichtig in den Spiegel schauen kann.

Was klar sein dürfte: Nicht jedem Menschen wird das gefallen und so mancher wird sich aus deinem Leben verabschieden.

Trotzdem bin ich mir sicher, dass

ein Mensch, der dich NICHT voll und ganz so ANNEHMEN kann

wie du bist,

in deinem Leben NICHTS verloren hat.

Auch Ulrike Hensel beschreibt ganz klar in ihrem mymonk-Blogartikel „Authentisch leben als hochsensibler Mensch“ was Authentizität bedeutet:

 

„Als Person authentisch zu sein, meint,

sich so zu zeigen, wie man ist, sich nicht zu verbiegen und zu verleugnen,

sich keine Maske aufzusetzen und keine täuschende Fassade aufzubauen.“

 

Meine Meinung:

Einen besseren Ratschlag

für ein gutes Leben gibt es nicht!

In diesem Sinne: Kenne dich gut, bleibe dir selbst treu und alles andere wird sich von alleine finden!

Tschüss und bis zum nächsten Mal!

Nicole

P.S. Fühlst du dich von diesem Text angesprochen? Bitte teile uns mit, wie es dir mit dem Thema Hochsensibilität geht und schaffe dadurch einen lebendigen Austausch unter allen meinweg-deinweg-Lesern. Danke!

 

Über den Autor

Nicole

Nicole

Hi, mein Name ist Nicole,
ich bin Sozialpädagogin und Trainerin für Biografisches Arbeiten, was ich als meine persönliche berufliche Erfüllung bezeichne. Daneben gehe ich in die beste Schule überhaupt: Das Leben!

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