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Die Angst vor dem Tod - Teil 2

Geschrieben von Nicole

Hast DU Angst vor dem Tod?

Ich schon. Es passiert schon mal, dass ich in der Nacht aufwache und mir Gedanken darüber mache, wie es ist, zu sterben. Auch wenn jemand in deinem Umfeld stirbt – so wie es bei mir in den letzten Jahren leider häufiger passiert ist, bringt dich das zum Nachdenken. Was also tust du? Entweder du rennst weg und ignorierst. Oder du beschäftigst dich intensiver damit…

Der Tod ist etwas, das uns Menschen Angst macht...Vor kurzem habe ich auf der Website von Norman Brenner bei „Vernünftig Leben“ einen sehr interessanten Artikel über die Angst vor dem Tod gelesen.

Ich muss sagen:

Er hat mich ziemlich

zum Nachdenken gebracht.

Meine Angst vor dem Tod war für einen kürzlich verstorbenen Freund nicht verständlich. Er hatte sie schlicht und ergreifend nicht. Für ihn war klar, dass es „Danach“ nicht mehr weitergeht. Es endet einfach. So wie es begonnen hat.

Das ist eine Sichtweise, jedoch nicht meine. Wie schon erwähnt, glaube ich an ein Leben nach dem Tod. Trotzdem habe ich Angst davor, wie es ist zu sterben. So sehr ich das ändern will, die Vorstellung davon ängstigt mich.

Ich bin der Meinung, dass die eigene Angst vor dem Tod es nicht gerade leichter macht, einen erlittenen Verlust zu akzeptieren.

Weil ich mich intensiver mit meiner Angst auseinandersetzen wollte, habe ich den erwähnten Artikel komplett gelesen. Damit war ich übrigens nicht alleine – alleine 247 Leute (!!) kommentierten ihn und tauschen sich bis heute über das Thema aus.


Warum haben wir Menschen so oft Angst vor dem Tod?

Norman hat da ein paar ganz gute Antworten parat. Er unterscheidet in seinem Artikel zwischen intuitiver und rationaler Angst vor dem Tod.

  • Die intuitive Angst ist angeboren - wir Menschen können gar nicht anders, als so zu fühlen. In uns existiert ein natürlicher Überlebensinstinkt – dadurch vermeiden wir Situationen, die unser Leben bedrohen könnten.
  • Die rationale Angst hat sich im Laufe der Evolution erst entwickelt. Heute sind wir es schlicht und ergreifend einfach nicht mehr gewohnt, mit dem Tod konfrontiert zu werden. Was früher ein natürlicher Teil des Lebens war, wird in unserer modernen Kultur regelrecht ausgeklammert. Sterbende (und tote) Menschen werden weggesperrt bzw. verwahrt, nur damit wir anderen ja nicht damit in Berührung kommen. Das wiederum schürt unsere Angst.

Doch wie sollen wir dann einigermaßen locker mit etwas umgehen, das wir gar nicht kennen?


Wie du der Angst vor dem Tod begegnest

Weglaufen ist keine Lösung, das kann ich dir sagen. Irgendwann wirst du mit dem Tod konfrontiert. Je älter du wirst (oder je nachdem, in welchem Job du arbeitest), desto häufiger passiert es.

Deswegen gebe ich dir schon vorab einen sehr wertvollen Tipp:

Beschäftige dich intensiver

mit deiner Angst

vor dem Tod

Was bedeutet das genau? Überlege dir, wovor du Angst hast. Welcher Aspekt an der Geschichte ängstigt dich besonders? Oder sind es mehrere? Wenn du dir darüber im Klaren bist, dann suche nach Antworten.

Norman Brenner hat das auch getan und führt 40 und mehr Gründe auf, keine Angst mehr vor dem Tod zu haben. Ich kann sie hier nicht alle wiedergeben, jedoch führe ich die drei, die mich besonders angesprochen haben, hier für dich auf:

Der Tod ist nicht schmerzhaft

Wenn dein Körper nicht mehr fühlen kann (weil er gerade stirbt), kannst du auch keine Schmerzen mehr spüren. Der Tod befreit dich sozusagen vom Leid. Sein Eintreten löscht alle körperlichen Empfindungen aus.


Nicht leben ist nicht schlimm

Wie lange gibt es diese Erde schon? 4,6 Milliarden Jahre - so behauptet zumindest Wikipedia. Eine lange, lange Zeit, in der viel passiert ist. DU lebst erst seit einigen Jahren auf dieser Erde.

Doch wo warst du ...

DAVOR?

Hast du irgendwo gesessen, auf die Erde gestarrt und gedacht: „Mensch, ich will auch auf diesen Planeten und dort leben?“ Die Antwort ist einfach. Du hast gar nichts gedacht. Weil du nicht da warst. Du hast nicht existiert. Nicht anders wird es nach deinem Tod sein.


Dein Tod ist eine Chance für andere

Ein Punkt, den ich 100 Prozent unterschreibe. Wenn du stirbst, ist das furchtbar für alle anderen um dich herum. Sie leiden, sie trauern, sie fragen nach dem „Warum“. Das ist schlimm. Das ist grausam. Es führt dich an den Rand dessen, was du aushalten kannst.

Doch manchmal bringt es etwas anderes ins Rollen. Etwas Tieferes.

Etwas, das unterhalb der Trauer um einen anderen

verborgen liegt:

Das Besinnen auf das eigene Leben.

So mancher erkennt dann erst richtig, dass das Leben kostbar und endlich ist. Und nicht selten beginnt er danach, es intensiver zu zelebrieren und seiner Intuition zu folgen.

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Was ich mir mittlerweile denke: Wenn ich morgen sterbe, dann gibt es meinweg-deinweg. Meine Gedanken und Erfahrungen schweben also irgendwo in diesem Internetnirwana herum und inspirieren vielleicht Menschen wie dich. Das gibt mir ein gutes, beruhigendes Gefühl. So habe ich etwas geschaffen, das bleibt.

Nachdem ich den ganzen Artikel von Norman Brenner und die Kommentare der anderen Leser regelrecht verschlungen habe, ging es mir deutlich besser.

Alleine schon die Auseinandersetzung mit diesem spannenden Thema baut viele Ängste ab.

Doch es gibt noch mehr Wege, wie du deine Angst vor dem Tod mildern kannst:


Informiere dich, wie andere Menschen mit dem Tod umgehen

In den letzten Jahren habe ich viele Bücher gelesen, die von Nahtoterfahrungen handelten.

Diejenigen, die mich dabei besonders beeindruckt haben, waren diese*:

und

Die berührendsten persönlichen Erfahrungsberichte*:

Sehr gute allgemeine Literatur (spirituell angehaucht):

Wenn du lieber Dokumentationen guckst, schaue dir nachfolgende über Christine Bronner (Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München) an. Sie hat die Erfahrung gemacht, zwei Kinder verloren zu haben.

Jetzt ist sie seit einigen Jahren beruflich in diesem Bereich tätig und hilft Familien, die einen ähnlichen Schicksalsschlag erleiden.

Ein sehr berührendes Video über ihre Arbeit siehst du hier:

Deine Angst vor dem Tod kannst du auch abbauen, wenn du dabei bist, wenn ein Mensch stirbt.

Hast du schon einmal direkt mit einem Sterbenden zu tun gehabt?

Eine sehr wertvolle Erfahrung - auch wenn es nicht leicht ist.


Verschließe dich nicht vor der direkten Erfahrung des Todes

Vor einigen Jahren hatte ich das Glück, meine Großmutter in den Tod begleiten zu dürfen. Schon länger ging es ihr nicht gut und am Ende lag sie nur noch im Bett und dämmerte dahin.

Jeder aus unserer Familie wusste, dass es bald soweit sein würde und so wachten wir gemeinsam an ihrem Bett. Tagelang passierte nichts.

Also taten wir,

was zu tun war.

Wir benetzten ein Wattestäbchen mit Wasser und strichen ihre Mundhöhle damit aus (Sterbende essen und trinken nicht mehr viel), hielten ihre Hand und sprachen mit ihr.

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Ich glaube schon, dass sie das mitbekam, denn sie reagierte teilweise auf unsere Ansprache und drückte immer wieder unsere Hand.

Irgendwann atmete sie immer flacher, dann noch einmal kräftig ein und aus und das war es dann.

Wir alle standen fassungslos daneben. Jeder von uns hatte eine andere Vorstellung gehabt, wie „es“ sein würde.

Spektakulär, aufwühlend, unglaublich schmerzvoll?! Wir hatten die ganze Bandbreite erwartet.

Am Ende war es jedoch

einfach nur friedlich.

Friedlich und völlig natürlich.

Habe ich deswegen jetzt weniger Angst vor meinem eigenen Tod? Jein.

Ich glaube, der Tod an sich ist nicht das Problem. Aber das Sterben davor. Leidest du z.B. an einer schweren Krankheit und siechst bis zum Moment deines Todes dahin ist das sicherlich eine unwahrscheinlich leidvolle Sache. Glücklicherweise gibt es gute Medikamente, die das Leid ein wenig mildern können. Eine große psychische Belastung wird es jedoch für alle Beteiligten sein.

Sterbende können dir übrigens viel geben. Und du ihnen auch. Wenn du wissen willst was, schau dir diesen Artikel an.


Die Angst vor dem Tod - mein Fazit

Es ist einfach so: Wenn du Angst vor dem Tod hast, solltest du nicht davonlaufen sondern ihr mutig ins Auge blicken. Früher oder später wirst du sowieso damit konfrontiert.

Die Beschäftigung mit der Angst macht sie nämlich kleiner.

Du wirst sehen:

Es hilft

und du stehst dem Ganzen deutlich

gelassener gegenüber.

Was also kannst du tun?

  • Beschäftige dich mit deiner Angst vor dem Tod. Mache dir klar, dass sie etwas ganz Natürliches ist. Es ist einfach so: Wir Menschen haben alle einen angeborenen Überlebensinstinkt. Du befindest dich mit deiner Angst also in bester Gesellschaft.
  • Informiere dich, wie andere Menschen mit dem Tod umgehen. D.h. lies Bücher, schaue dir Dokumentationen, Filme oder persönliche Erfahrungsberichte an. So verlierst du deine Scheu vor dem Thema und erkennst, dass der Tod auch andere Aspekte beinhalten kann als einfach nur Grauen und Schmerz.
  • Wenn es dir möglich ist, stehe einem anderen Menschen im Moment des Todes bei. Du wirst erkennen: Diese Erfahrung macht dich stärker. Deine Persönlichkeit entwickelt sich. Du findest Sinn. Außerdem kannst du etwas ungeahnt Wertvolles erleben und dem anderen schenken: Zuneigung, Begleitung und Anteilnahme. Das schönste Geschenk, das du einem Menschen (und dir selbst!) machen kannst.

Unbestritten wirst du nach dem Tod einer geliebten Person wahrscheinlich immer großen Schmerz verspüren. Du wirst trauern. Du wirst weinen. Auch ich habe das schon soo oft getan.

Im einen Moment willst du es nicht glauben, dann akzeptierst du es.

Aber häufig nur,

um irgendwann

wieder loszuheulen.

Ungünstigerweise gerade dann, wenn du denkst es schon geschafft zu haben.

Das alles sind völlig normale Phasen der Verarbeitung. Wenn du Näheres darüber wissen willst, folge mir zu Teil 3 dieser Artikelserie: „Die 4 Stadien der Trauerbewältigung“. Oder beginne mit Teil 1 dieser Serie und dem Überblick über alle hier nach und nach entstehenden Artikel.

Alles Liebe und viel Kraft,

deine Nicole

(*Diese Buch-und Filmtipps sind Affiliate-Links, d.h. wenn du das Buch kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Der Verkaufspreis für dich als Käufer steigt dadurch nicht.)

Über den Autor

Nicole

Nicole

Hi, mein Name ist Nicole,
ich bin Sozialpädagogin und Trainerin für Biografisches Arbeiten, was ich als meine persönliche berufliche Erfüllung bezeichne. Daneben gehe ich in die beste Schule überhaupt: Das Leben!

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