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Blog meinweg - deinweg

Das große Glück der kleinen Dinge

Geschrieben von Nicole

Was ist besser für dich - das große oder eher das kleine Glück?

Ich für mich würde jetzt sagen: „Egal, Hauptsache glücklich!“, aber das ist natürlich nicht fair, schließlich möchtest du eine klare Entscheidung von mir hören.

Trotzdem lasse ich mich in dieser Sache nicht festnageln. Ich behaupte: Das "oder" zwischen den beiden Glücksarten müsste eigentlich gar nicht sein.

Lieber formuliere ich es so:

Optimal ist es,

das große "und" das kleine Glück zu haben.

Nun habe ich in diesem Blog den Focus auf das kleine Glück gelegt und schweife dann doch wieder ab auf die großen Dinge.

Dies mag vielleicht inkonsequent erscheinen, für mich ist es das aber nicht. Denn wer entscheidet bitteschön, was "groß" oder "klein" ist?

Doch nur du selbst, oder?

Ich möchte dir jetzt gerne einen Vers von Rabindranath Tagore vorstellen:

So kann Glück aussehen: Ein kleines Pflänzchen in der Sonne

Über lange Jahre,
unter großen Kosten,
reiste ich durch viele Länder,
sah die hohen Berge,
die Ozeane,
aber was ich nicht sah,
war der glitzernde Tautropfen im Gras gleich vor meiner Tür.

Spricht dich der Inhalt dieses Verses an?

Mir gefällt er gut, zeigt er doch auf einfachem Weg wo überall Glück sein kann und dass hierfür materielle Größe doch meist unerheblich ist.

Es wäre jetzt jedoch zu einfach, das Glück nur auf die Dinge vor der eigenen Tür zu reduzieren.

Ich denke, dass Tagore eben jene Länder, Berge und Ozeane kennen lernen musste, um eben dieses kleine Glück vor Ort irgendwann zu finden.

Oder wichtiger noch die Erkenntnis, dass eben im nahen Umfeld das Glück vorhanden ist.

Und genau diese Erkenntnis

ist die CHANCE

für dich und mich!

Wie ich das meine?

Das erkläre ich dir jetzt:


Ein Auszug aus meinen kleinen(?) Glücksmomenten:

Hier sind sie, meine persönlichen Favoriten:

  • Um halb sieben Uhr morgens durch einen Winterwald stapfen und oft ist auch ein Kaffee mit dabei
  • Nach einer Stunde Arbeit im Garten ein schönes Beet ohne Unkraut
  • Gelassen durch die Stadt schlendern, die Leute beobachten und ein Eis essen
  • Ein gutes Abendessen Zuhause und dabei ein gutes Gespräch mit meinem Partner
  • Mein frecher Kater Mucki, der genau JETZT, während ich diesen Text schreibe auf meine Tasten springt und unbedingt gestreichelt werden will...!!! :)

Wenn ich diese aufgezählten Momente genau betrachte, dann kann ich hierbei nichts wirklich Großes entdecken.

Ich meine damit "groß", wie es in der Werbung oder bei Gesprächen mit Freunden und Bekannten betitelt wird.

Im Gegenteil, es sind kleine Dinge und Situationen im Leben, die sich aneinander reihen.

Sie kommen und gehen...

Betrachte mal kurz dein eigenes Leben:

Wenn du nun eine Woche zurück blickst, was sind deine "kleinen" Momente, die du als Glück empfunden hast?

Ist es ein Kuss, oder auch nur ein schöner Augenkontakt mit deinem Partner?

Nach schweißtreibendem Putzen der Anblick deiner super sauberen Wohnung?

Ein Lächeln deines Kindes oder einer guten Freundin?

Das Kuscheln mit deinem Haustier?

Die große Frage ist folgende:

 

Ist DAS das Glück - oder ist es einfach nur "selbstverständlich"?

 

Was ist deine Antwort darauf?

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Ich möchte dir von einer Frau erzählen, die ich einmal in der Woche betreue.

Sie heißt Johanna, ist zwischenzeitlich im Altenheim und hat aus meiner Sicht in ihrem 85-jährigen Leben sehr viel geschafft: Jahrzehntelang führte sie überaus erfolgreich drei Wollgeschäfte und war immer zufrieden.

Auch in ihrer Familie lief es gut: Sie wurde geliebt und sie hat geliebt. Sowohl Menschen als auch Tiere.

Und schon mal vorweg:

Das ist ALLES,

was für sie heute noch zählt.

Johanna wuchs in der Generation auf, die im Krieg alles verloren haben: Angehörige und Freunde, Nachbarn, das eigene Dach über dem Kopf.

Von den ausgestandenen Todesängsten und der Panik vor den Bombeneinschlägen gar nicht zu sprechen.

Als sie aus dem Kriegsgebiet flüchtete, hatte sie genau noch eine Hose und einen Mantel, den sie noch tragen konnte. Alles andere musste sie zurücklassen.

Als ich sie einmal fragte, welches kleine Glück ihr persönlich noch am besten in Erinnerung ist, sagte sie:

 

„Die erste Käsesemmel nach dem Krieg.

Ich musste weinen, weil ich endlich wieder etwas zu essen hatte.“

 

Das verschiebt die eigenen Maßstäbe ganz schön, finde ich!

Mit ihrem Einverständnis darf ich ein Gedicht veröffentlichen, das sie selbst verfasst hat. Ich denke das gibt einen kleinen Einblick in das Leben dieser 85-jährigen Frau und zeigt auf jeden Fall, was Glück ist oder sein kann:


Was ist Glück?

Glücklich sein kann man lernen.
Ich hatte so viele Glücksmomente, dass es vielleicht die Hälfte meines Lebens ausmacht.
Man sollte nicht das große Glück suchen, es gibt so viele Momente des kleinen Glückes, die einen vor Freude zum Weinen bringen.
Ein Blick über einen See, der golden glitzert, wenn sich die Sonne im See spiegelt oder wenn der Wind nachts den See in kleine Wellen kräuselt und ihn in pures Silber verwandelt.
Wenn der Vollmond mit seinem milden Licht den See umhüllt, empfinde ich das als Glück.
Schwalben, die jubilierend an einem schönen Sommertag in den blauen Himmel fliegen und man im frischen Gras in den Himmel schaut.

Das ist Glück für mich.

 Vielleicht spinne ich, seinen Lieblingsbaum umarmen und mit ihm sprechen, das gibt Kraft und Glück.
Das größte Glück war, nach der Geburt meine gesunden Kinder im Arm zu halten. Mich hat es vor Glück fast zerrissen.
Glück ist auch, lebend aus dem Chaos Krieg heraus zu kommen.
Nach drei Jahren Elend und Hunger, die erste Semmel mit Käse in der Hand zu halten, sie weinend vor Glück zu essen und zu schwören:
"Ab jetzt will ich nie mehr hungern.“
Glück war, die erste Wohnung nach dem Krieg zu bekommen.
Nach 15 Jahren in das eigene Haus einzuziehen.
Den Krebs zweimal zu besiegen.

Das ist Glück.

 Am 50. Hochzeitstag, als mein Mann aus dem Auto stieg, im Gebirge im Schnee für mich Schneeglöckchen pflückte.
Da habe ich vor Dankbarkeit, Liebe und Glück heimlich geweint.

Das ist Liebe und Glück.

 Ich bin glücklich, wenn im Frühling die Sonne wieder wärmer scheint und die Blumen und die Bäume wieder zu blühen beginnen,
wenn die Sonne vom Himmel strahlt und in der Früh die Vögel zwitschern.
Wenn die Kaffeehäuser ihre Tische und Stühle auf die Straße stellen und die Menschen fröhlich sind und lachen.

Das ist Glück für mich.

 Im Herbst, wenn die Sonne ihre Kraft verliert und die bunten Blätter von den Bäumen fallen, gehe ich glücklich durch das raschelnde Laub spazieren.
Wenn der Wind kräftiger weht, die Kinder und ihre Väter auf den Feldern die Drachen steigen lassen, das ist Glück für mich.
Wenn es im Winter schneit, der Schnee die Landschaft zum Schlafen bedeckt, alles Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt und
es in der Wohnung warm und gemütlich ist.

Das ist Glück.

- Johanna Kurschus -


Vielleicht mag der eine oder andere denken, dass unsere heutige Zeit dieses Glücksempfinden nicht mehr möglich macht?

Dem kann ich nicht zustimmen.

Jede Zeit hat seine eigenen Glücksmomente. Und so wie zu den Kriegsjahren und danach es Menschen gegeben hat, die Glück gefunden haben oder eben verzweifelt sind, so ist es auch heute, nur eben mit anderen Rahmenbedingungen.

Das große Glück der kleinen Dinge: Was ist das nun für ein Glück?

Oder besser:

Was könnte für DICH das kleine Glück in deinem Leben sein?

Vielleicht geht es dir ab und zu so, dass du von deinem Alltag mehr und mehr enttäuscht bist. Jeder möchte etwas von dir und das am besten sofort.

Nur selten denkt jemand an dich, bietet von selbst eine Unterstützung an oder entlastet dich.

Wo kann hier das kleine Glück sein?

Ich verspreche dir, es ist vorhanden!

Wenn du z.B. ein stressiges Projekt in deiner Arbeit abgeschlossen hast, hast du dir einen Moment genommen und dich über den Abschluss gefreut, oder bist du sofort zum nächsten to do übergegangen?

Wenn du die Wohnung aufgeräumt hast, hast du dir die paar Sekunden Zeit genommen und dein schönes Ergebnis betrachtet, oder bist du sofort ins Auto gesprungen und zum nächsten Termin gehetzt?

Wenn du zum nächsten Termin gehetzt bist, hast du dir deine Lieblingsmusik im Auto gegönnt (und bist entspannender geworden) oder hast du dich über langsame Verkehrsteilnehmer aufgeregt, die es halt einfach mal gibt?

Wenn du eine Diskussion mit deinem Partner hattest und ihr habt euch auf einen Kompromiss geeinigt, hat es dich gefreut, dass jeder etwas nachgegeben hat oder hast du dich geärgert, weil du dich nicht voll durchgesetzt hast?

Viele kleine Punkte des Alltags, die Glück enthalten.

Aber nur, wenn du dir immer wieder ein klein wenig Zeit für das Erkennen und Genießen nimmst.

Viele kleine Glücksmomente, die dir in der Summe ein erfülltes Leben bereiten.

Nehmen wir nochmal unser wachsendes Pflänzchen von vorhin:

Das große Glück der kleinen Dinge

Es ist jetzt noch klein und wird sich zu einem großen Baum oder Busch entwickeln.

Ist es nicht so auch mit dem kleinen Glück?

 

Meine Gedanken hierzu sind:

  • Kleine Glücksmomente sind die Würze des Alltags. Finde sie und spüre sie, so wirst du Zufriedenheit mit dir und deiner Umwelt erleben.
  • Nichts im Leben ist selbstverständlich, aber es gibt viele Geschenke. Erkenne die kleinen Glücksgeschenke, nimm sie an und sei dankbar dafür.
  • Es ist gut, nach Großem zu streben, aber nur, wenn es für DICH erstrebenswert ist. Finde heraus, was für dich wichtig ist und du wirst mit vielen kleinen Glücksmomenten auf dem Weg zu diesem Ziel dieses auch erreichen.

Ich wünsche dir heute und in Zukunft weiterhin viele Glück und viele Glücksmomente!

Vielen Dank und alles Liebe!

Deine Nicole

Bild: Fotolia #94044924 © amenic181

P.S. Wenn du uns dein kleines oder großes Glück mitteilen möchtest, freuen wir uns darauf - bitte hinterlasse einen Kommentar!

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Über den Autor

Nicole

Nicole

Hi, mein Name ist Nicole,
ich bin Sozialpädagogin und Trainerin für Biografisches Arbeiten, was ich als meine persönliche berufliche Erfüllung bezeichne. Daneben gehe ich in die beste Schule überhaupt: Das Leben!

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